Haus des Wissens

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Stadt Bochum
Wettbewerb 2. Preis

Vom Gewerbehof zum nachhaltigen Wohnzimmer der Stadt

Markthalle, Stadtbibliothek und VHS in ehemaliger Hauptpost der Stadt

2019

Dem Gebäude der ehemaligen Hauptpost wird mit Respekt für das architektonische Erbe begegnet. In der Konsequenz der Achtung des Bestands, seiner Typologie und Atmosphäre wird bewusst auf jede Fassadenzäsur verzichtet, einzig die neue zweigeschosssige Stadtloggiavis-à-vis des Rathauses, betont wie die berühmten Vorbilder der Renaissance das Öffentliche des Hauses. Im ehemaligen Gewerbehof des bewahrten baulichen Ensembles steht die neue Markt- und Bibliothekshalle, das neue nachhaltige Wohnzimmer der Stadt, was für ein Genuss!

Der bauliche Ausdruck und die getreppte Kubatur des Neubaus nehmen Bezug auf Struktur, Ausdruck, Maßstab und Körnung der benachbarten Brauereigebäude. Wie bei den alten Gewerbebauten entwickeln sich Form und Höhe des Neubaus aus seinen inneren Funktionen. Holz als Primärbaustoff des Neubaus, urbane Nutzgärten und öffentliche Aufenthaltsorte auf den Terrassen des Neubaus eröffnen vielfältige Erfahrungs-, Nutzungs- und Ruheorte für die Bürgerinnen und Bürger Bochums – jederzeit und für Jede und Jeden zugänglich. Die Themen Markt, Bildung, Genuss, Gemeinschaft, nachhaltige Bauweise und verbessertes urbanes Mikroklima durch die grünen, Feuchte speichernden Nutzpflanzenterrassen erhalten durch die Architektur des Neubaus bildhaften Ausdruck. Die Open-Space-Flächen über der Markthalle betonen die Wandlung dessen, was in der Vergangenheit unter einer Bibliothek verstanden wurde und was Bibliothek und insbesondere das Bochumer Haus des Wissens in Zukunft sein wird: ein Ort des Kommunizierens, des Debattierens, des Lernens voneinander und miteinander in immer wieder neu programmierbaren und erlebbaren räumlichen Situationen.

Entwurf

Prof. Gernot Schulz, André Zweering

Mitarbeiter

Lukas Pauw

Visualisierungen

Ponnie Images Architekturbilder

Modell und Modellfotos

Modellwerkstatt, Dortmund

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